Destillation

Beim Verdampfen eines binaren Gemischs ist die Dampfphase reicher an der leich­ter siedenden Komponente A als die Flusigphase. Wird die Dampfphase entnommen und durch Warmeabfuhr kondensiert, erhalt man eine Flussigkeit, die eine hohere Konzentration £gi > aufweist. Die Abb. 14.22 zeigt vereinfacht diesen Vorgang, den man (instationare) Destillation nennt. Durch wiederholtes Destillieren kann die Konzentration der Komponente A im Gemisch immer weiter erhoht werden.

Bei der stationaren Destillation werden einem Verdampfer mehrere Kondensato – ren hintereinandergeschaltet. In jedem Kondensator wird nur ein Teilstrom konden­siert, der als Rucklauf dem vorgeschalteten Kondensator wieder zugefuhrt wird. Die Dampfphase konzentriert sich von Stufe zu Stufe auf.

Bei azeoptropen Gemischen ist eine Aufkonzentration des leichter siedenden Stoffes nur bis zum azeotropen Punkt moglich, es kann als maximale Konzentration also nur £max < £az erreicht werden, wie Abb. 14.22 zeigt. Das binare Gemisch Wasser /

Destillation Подпись: TA
Destillation

Abb. 14.22 Azeotropes Gemisch bei der Destillation

Athanol hat z. B. einen azeotropen Punkt bei ^az = 89,5 %, die Siedetemperatur bei dieser Konzentration betragt Ts = 78,5 °C.