Brennstoffzellengespeiste Elektrofahrzeuge

Die Bereitstellung der elektrischen Energie fur die Elektromotoren erfolgt hier mit – tels einer Brennstoffzelle, die Wasserstoff, Methan oder Methanol verarbeitet. Eine Brennstoffzelle ist ein Elektroden-Elektrolyt-System, das chemische Energie durch eine sog. kalte Verbrennung mit Luftsauerstoff in elektrische Energie umwandelt. Die Speicherung des eingesetzten Brennstoffes kann in Druck-, Flussig – oder Me- tallhydridspeichern erfolgen, bzw. im Fall von Methanol in Tanks. Die realisierte Energiedichte von Wasserstoffspeichern liegt zwischen 1,3 und 1,9 kWh/kg und da – mit deutlich uber der von Akkumulatoren. Allerdings ist fur eine Vergleich der bei – den Antriebskonzepte noch der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle von etwa 50 Pro – zent mit in Betracht zu ziehen.

Brennstoffzellengespeiste Fahrzeuge beflnden sich derzeit im Kleinserien – bzw. Prototypenstadium. Ein Vielzahl offentlicher und privater Forschungsprojekte be – schaftigt sich mit der Anwendung von Brennstoffzellen im Bereich der Mobilitat. So wurde 2006 unter der Federfuhrung des Bundesverkehrsministeriums ein „Nationa – les Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ aufgelegt, um den deutschen Technologiestandort im internationalen Vergleich zu starken [5]. Aus Sicht der Regenerativen Energien sind Wasserstoff – und Brennstoffzellentech – nologien im Bereich der Mobilitat zumindest kritisch zu sehen:

• Der Umwandlungspfad Elektrische Energie ^ Elektrolyse ^ Wasserstoff ^ Brennstoffzelle ^ Elektrische Energie weist einen Umwandlungswirkungsgrad unter 30 Prozent auf und ist damit einer direkten Speicherung elektrischer Ener – gie immer unterlegen.

• Der Einsatz von Methan und Methanol in Brennstoffzellen erfolgt derzeit uber – wiegend auf der Basis von Erdgas. Ein Ubergang auf Biogas oder Biomethan verscharft die Nutzungskonkurrenz im Bereich der Biomasse zu Ungunsten sta – tionarer Anwendungen, die durch den Einsatz von Kraft-Warme-Kopplung eine deutlich hohere Energieefflzienz aufweisen.

Zusammenfassend sprechen also eine Reihe von Grunden gegen eine verstarkte Rol – le von Wasserstoff im Mobilitatssektor. Oder wie U. Bosselt in seinem gleichnami – gen Artikel pointiert feststellte: Wasserstoff lost keine Energieprobleme [1].

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