Category Energie, Okologie und Unvernunft

Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen

Fur das Abtrennen der hochradioaktiven noch spaltbaren Stoffe Uran und Plutonium aus abgebrannten Brennelementen in Wiederaufbereitungsanlagen standen in der Vergangenheit energetische Grunde im Vordergrund. Das Plutonium, das in jedem mit Uranbrennstoff be – triebenen Kernreaktor unvermeidlich entsteht und bei der Wiederaufarbeitung des Brenn – stoffs ebenso wie das noch nicht gespaltene Uran abgetrennt wird, kann in Form von Mischoxid-Brennstoff (MOX) wieder in die Reaktoren zuruckgefuhrt und erneut zur Strom – erzeugung genutzt werden.

Der nach dem Abtrennen der noch spaltbaren Stoffe in Wiederaufarbeitungsanlagen (La Hague in Frankreich und Sellafield in England, Bild 6...

Read More

Schattenkraftwerke

Solange noch keine hinreichenden Speicherkapazitaten und Wiederverstromungstechnologien zur Verfugung stehen, mussen insbesondere in windarmen Zeiten fossile Schattenkraftwerke die Stromerzeugung ubernehmen. Durch das Bereithalten und Betreiben dieser Schatten­kraftwerke kommt es zu einer Erhohung des Infrastrukturaufwandes fur die Erneuerbaren Energien. Mit der durch die Schattenkraftwerke sichergestellten Ersatzgrundlastfahigkeit fur die die Erneuerbaren Energien sind zudem okologische Belastungen der Natur verbunden.

Zusatzliche Schattenkraftwerke entfallen, wenn hinreichend viele Pumpspeicher-, Druckluft- oder Methanspeicherkraftwerke zur Verfugung stehen...

Read More

Einfuhrung

Die Geschichte der Menschheit ist zugleich die Geschichte von der Verfugbarkeit der Ener – gie. In der vorindustriellen Zeit standen den Menschen nur ihre eigene Muskelenergie und die der von ihnen domestizierten Tiere, die Wind – und die Wasserenergie zur Verfugung. Mit Hilfe dieser Energieformen konnten bereits vielfaltige verfahrenstechnische Moglichkeiten realisiert werden. Aus der Urform des Zerkleinern und Zerstampfens im Morser entstanden die Muhlen mit vielfaltigsten Anwendungen, die zusatzlich das Sieben und Sichten, das Quetschen und Verdichten von Stoffen jeglicher Art, das Sagen von Holz und Gesteinsblo – cken, die Aufbereitung von Erzen sowie das Bewassern als auch Entwassern ermoglichten...

Read More

Radioaktivitat und Umwelt

Der Mensch und ebenso die Tiere sind seit Urzeiten radioaktiven Belastungen aus dem Welt – raum und dem Erdinneren ausgesetzt. Insbesondere die von dem Uberbleibsel des galakti – schen Prozesses in Gestalt der naturlichen Radionuklide in den Boden und Gesteinen der Erdrinde und das durch Ausgasen in die Atmosphare gelangende radioaktive Radon sind Ursache fur eine permanente radioaktive Belastung, die das organische irdische Leben zu ertragen hat. Durch die in der pflanzlichen und tierischen Nahrung enthaltenen Radionuklide aus dem Erdkorper und die ebenfalls zu ertragende kosmische Strahlung wird die radioaktive Belastung zusatzlich erhoht. Das Immunsystem des Menschen hat sich diesen permanenten Belastungen angepasst.

Auch die fossilen Energietrager werden aus der Erdkruste entnommen...

Read More

Sonstige die Zivilisation bedrohende Gefahren

Die Gefahren fur die menschliche Zivilisation auf unserer Erde sind mannigfaltig.

Der Lebensraum Erde (Bild 15.1) ist sowohl Gefahren von auben (Weltall) und von innen (Erdinneres) als auch Bedrohungen ausgesetzt, die innerhalb des Primarlebensraums Bio – sphare (biologisch belebter Teil der Erdrinde und der Atmosphare) entstehen, die insbesonde – re menschlichen Ursprungs sind.

Sonstige die Zivilisation bedrohende Gefahren

Bild 15.1 Lebensraum Erde

Read More

Der Aufbau der Kernreaktoren in Deutschland

Die ersten Kernreaktoren wurden 1944 in den USA im Rahmen des Manhattan-Projekts al – lein zur Gewinnung von Plutonium fur den Bau der Atombomben konzipiert und errichtet. Nach dem Auftakt "atomic power for peace" zur friedlichen Nutzung der Kernenergie in Genf (1955) wurde die Nutzung der Kerntechnik zehn Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs fur zivile volkswirtschaftliche Ziele von den USA eingeleitet.

Die friedliche Nutzung der Kernenergie war im Nachkriegsdeutschland zunachst verboten. Erst nach der Wiedererlangung der Souveranitat der BRD (Pariser Vertrage) am 5. Mai 1955 konnte damit angefangen werden. Deutschland hatte damit gegenuber den anderen Landern (USA, Sowjetunion, Frankreich, Grobbritannien) einen Nachholbedarf in der nuklearen Ent – wicklung...

Read More

Okonomische und okologische Gefahren des EEG

Durch die bewusste Auberkraftsetzung der Marktwirtschaft mit Schaffung des EEG und die einseitige Ausrichtung mit dem Ziel der Erschaffung einer rein regenerativen Energiewirt- schaft wurde und wird ein pseudo-oko-industrieller Komplex geschaffen, der zunehmend die deutsche Gesellschaft verandert. Hinter der Maske des EEG (Abschn. 2.5 und Abschn. 2.6) verbergen sich die Finanzjongleure, Schmarotzer und Gaukler, denen die Politik ohne Not eine neue Spielwiese geschenkt hat. Die Folgen dieses Verhaltens

• die Gefahrdung des Industriestandorts Deutschland

• die grobraumige Zerstorung der Natur

• die geistige Verarmung in den Naturwissenschaften und im Ingenieurwesen

• und die Konfrontation mit den Nachbarstaaten

sind nicht zu akzeptieren...

Read More

Transmutation von Kernbrennstoffen

In der Kerntechnik versteht man unter Transmutation die Umwandlung eines Isotops bzw. Elements in ein anderes. Fur diese Kernumwandlung wird Energie benotigt, die etwa mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers bereitgestellt werden kann. Mit der Transmutation kann die Radiotoxizitat von nuklearen Abfallen um mehrere GroBenordnungen verringert und damit auch deren Abklingverhalten zeitlich verkurzt werden (Bild 6.8). Mit einer erfolgrei – chen Transmutation lassen sich zivilisatorisch akzeptable Zeitfenster erreichen, die eine End – lagerung von hochradioaktiven Abfallen akzeptabel werden lassen.

Sinnvollerweise werden die extrem langlebigen Radionuklide zuvor von den weniger lang – lebigen Anteilen in den abgebrannten Brennelementen aus Kernkraftwerken abgetrennt, um diese gezielt und damit e...

Read More